Kleeblattgespräche in entspannter Atmosphäre 

FGBO stellt in einer Talkshow drei neue Kandidatinnen vor

In lockerer Atmosphäre stellte Theresia von Friderici (vorne rechts) drei Kandidatinnen vor. Foto: Dammann

19.08.‘26

Ottersberg (ud). Es ist ein gelungenes Format, da waren sich die Besucher einig: Die Rede ist von den sogenannten Kleeblattgesprächen, zu denen die FGBO am Dienstag in den Bauernhofsaal des Parzival-Hofes geladen hatte. In entspannter Atmosphäre plauderten drei Kandidatinnen der FGBO - Katja Behnke, Claudia Westenberger und Arisha Lukaszczyk - die zum ersten Mal bei einer Kommunalwahl antreten, über ihre Motivation sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Die Moderation hatte Theresa von Friderici übernommen, die ihren Gästen auf charmante Art Persönliches aber auch politische Stellungnahmen entlockte. Katja Behnke aus Quelkhorn, die zum ersten Mal für eine Wahl antritt, ist auf Rügen aufgewachsen, verbrachte ihre Kindheit noch in der früheren DDR und kam der Liebe wegen nach Bremen und später in den Flecken Ottersberg. Sie war bereits einmal Mitglied im Bürgerrat - diese Mitarbeit habe ihr großen Spaß bereitet, so sei sie darauf gekommen, auch zur Wahl anzutreten. Das es die FGBO geworden ist, auf deren Liste sie steht, habe zum einen damit zu tun, dass es sich dabei um eine unabhängige Wählerliste handele und zum anderen, dass ihr dieser „bunte Haufen“ auch menschlich sehr gut gefiel. 

Ähnliches konnte Claudia Westenberger aus Posthausen berichten, die ebenfalls zum ersten mal kandidiert. Die Pflegedienstleiterin in der stationären Altenpflege und examinierte Krankenschwester sei über mehrere berufliche Stationen, die auch mit Wohnortwechseln zu tun hatten, in Posthausen gelandet und möchte ihre Kompetenzen vor allem in der Sozialpolitik der Gemeinde einbringen. Es gehe ihr um das Zusammenleben in der Gemeinschaft und generationsübergreifende Fragen. 

Arisha Lukaszczyk als jüngste in dem Trio arbeitet als freiberufliche Künstlerin, aber auch als Mitarbeiterin im örtlichen Biomarkt. Sie engagiert sich im Alltag vielfältig und hat unter anderem die örtliche Initiative „zur Rettung von Lebensmitteln“ mit gegründet, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Lebensmittel aus Supermärkten, die noch gut verwertbar sind, an finanziell nicht so gut gestellten Menschen, weiterzugeben. Kommunalpolitik finde sie sehr „spannend“ und möchte sich auch schwerpunktmäßig im Bereich der sozialen Fragen engagieren. 

Nach dem das musikalische Trio Jakob Hildebrand, Joran und Lino Poppe den Song „Fahrradfahren“ von Max Raabe intoniert hatte, bot der Song das Stichwort den passionierten Radfahrer Bürgermeister Tim Willy Weber auf die Bühne zu bitten. 

 Tim Willy Weber nahm an dem mit dem Blumen dekorierten Tisch Platz - und erläuterte den zahlreichen Besuchern sein politisches Konzept für den Flecken Ottersberg.  Er führe zurzeit sehr viele Gespräche mit Ottersberger Bürgerinnen und Bürger und könne generell die Stimmung im Ort ganz gut einschätzen - und die nehme er insgesamt als positiv war. Was aber nicht heißen soll, dass es keine Probleme gebe. Bezahlbarer Wohnraum werde auch im ländlichen Ottersberg für viele immer mehr zu einem Problem, das dringend gelöst werden müsse - und auch der allgemeine Klimawandel mache hier nicht halt. Weber möchte das Nahwärmenetz ausbauen, um unabhängiger von großen Energieerzeugern zu werden, er setzt weiterhin auf den Ausbau von Fahrradwegen und auf neue Wohnformen, die auch gemeinschaftliches Wohnen erleichtern. Er werde die Aufgaben pragmatisch und keinesfalls ideologisch angehen - und setze dabei auf die Unterstützung des Rates und hier ganz besonders auf die FGBO - deren Fraktionsvorsitzender er lange Zeit war. 

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Übrigens:

"Wer nichts waget, der darf nichts hoffen."

Friedrich Schiller

Wer ist eigentlich:

Calal Hasso

Logistiker, 45 Jahre alt, verheiratet, vier Kinder
Wohnt in Ottersberg, Hobbys: Schach, Schwimmen, Fahrrad fahren, Reisen

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